RÜCKBLICK auf den 11. Internationalen Militärwettkampf 2018 am TÜPl HOCHFILZEN

Vom 28.-30. Juni 2018 führte die Kameradschaft „Feldmarschall Radetzky Oberösterreich“ unter der Führung von Oberst aD. Elmar Rosenauer ihren 11. Internationalen Militärwettkampf auf dem Truppenübungsplatz HOCHFILZEN durch. Es nahmen über 110 gemeldete Berufssoldaten und Reservisten aller Dienstgradebenen aus Deutschland, Niederlande, Schweiz und Österreich teil.

Die Realisierung dieser internationalen Veranstaltung war durch die Unterstützung des Zentrums für menschenorientierte Führung und Wehrpolitik (BMfLV), des Militärkommandos Salzburg und insbesonders durch das Kaderpersonal des Truppenübungsplatzes HOCHFILZEN/Tirol unter dem Kommando von Oberst Franz Peter Krug möglich.

Nicht nur die hochalpine Kulisse war für diese Veranstaltung eine einzigartige Besonderheit, sondern auch das internationale Biathlon-Leistungszentrum sowie das hochmoderne, neue Unterkunftsgebäude mit 4 Bett-Zimmern gaben der Veranstaltung eine einzigartige Infrastruktur auf höchstem Niveau. Auch die Truppenküche leistete ihren Beitrag zu einem kulinarischen Wohlfühlprogramm.

Der Auftakt zum Wettkampf-Schießen erfolgte mit einer Einweisung am Sturmgewehr „Steyr 77“ und der Pistole „Glock 80“ durch Oberst Thomas Abfalter. Geschossen wurde mit Hilfe der modernen Schießanlage auf eine Entferung von 200 Meter. Dabei wurde jedem Schützen jeder einzelne Treffer digital am Monitor aufgezeigt, sodass eine Korrektur möglich war. Das Trefferergebnis wurde abschließend digital ausgedruckt. Es wurden durchschnittlich sehr gute Leistungen erbracht (siehe Ergebnisauswertung). Der Schießwettkampf war für die Teilnehmer eine interessante Herausforderung und für einige auch erstmalig.

Durch den im neuen Lehrsaal durchgeführten Spezialvortrag „Die Strategie der EU“ durch Min.Rat Oberst Mag. Dr. Friedrich Korkisch wurde eine rege Diskussion entfacht, weil eben hier Europa einen großen Nachholbedarf hat. Für dieses Thema wurden die Zuhörer echt sensibilisiert.

Im Anschluss wies Oberst aD. Elmar Rosenauer auf die zunehmenden digitalen Angriffe (Cyberattacken) in der EU hin. Hacker versuchen zunehmend Verkehrswege und Infrastrukturen lahmzulegen und wollen auf dem digitalen Weg die Energieversorgung der betroffenen Staaten unterbinden. Auf diese Art der Kriegsführung müsse auch Österreich umfassend reagieren, d. h. der Mangel an fehlenden Informatikern muss schleunigst behoben werden!

„Eine Programmiersprache zu lernen, das muss wie lesen, schreiben und rechnen dazugehören“, meinte Oberst aD. Rosenauer.

Das Bundesheer verfügt bereits über ein Cyberkommando von ca. 1400 Mann.

Im Anschluss wurde die Ehrung der besten Schützen durchgeführt, bei der die Radetzky-Schießabzeichen in den Stufen Gold, Silber und Bronze verliehen wurden. Für seine langjährige Mitarbeit und sein überdurchschnittliches Engagement bei den Internationalen Militärwettkämpfen wurde der stellvertretende Schriftführer von der Kameradschaft „Feldmarschall Radetzky OÖ“ Günther Pichler, MBA mit dem Offizierskreuz ausgezeichnet.

Der Tag wurde mit einem sehr gemütlichen Kameradschaftsabend beendet.

Der nächste Tag begann mit einem fulminanten Frühstück, bei dem jeder Kamerad seine Schießleistungen vom Vortag dementsprechend zu erklären und zu rechtfertigen versuchte oder huldigte.

Nach diesem Kulinarium nahmen die teilnehmenden Kameraden Aufstellung zum Totengedenken. Oberst aD. Elmar Rosenauer gedachte in bewegenden Worten der Verstorbenen. Außerdem ging er auf die aktuellen geopolitischen Bedrohungsszenarien ein, welche ständig durch Terror, Migrationsströme, Vertreibung, Flüchtlingsbewegungen, Religionsauseinandersetzungen, Klimawandel, etc … hervorgerufen werden.
Die ebenfalls bei diesem Gedenken anwesenden Böllerschützen der SRK Volsbach und Umgebung feuerten Salven ab.

Im Anschluss rückten die Teilnehmer des Wettkampfes im Konvoi vom Truppenübungsplatz HOCHFILZEN in Richtung Wallner-Kaserne, SAALFELDEN ab.

Bei der Begrüßung durch den Kommandanten des Gebirgskampfzentrums Oberst Rodewald in SAALFELDEN informierte dieser im Rahmen eines interessanten Vortrages über die Aufgaben, Strukturen und Ausbildungsmöglichkeiten der Soldaten im Hochgebirge. Besonders hob er die internationale Zusammenarbeit mit anderen Armeen hervor.

Anschließend bot der Kommandant, der in der Kaserne stationierten Jägerkompanie, Oberstleutnant Tassenbacher eine Leistungsschau dieser Truppe. Sie zeigte in beeindruckender Form die Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit der Grundwehrdiener und des Kaderpersonals.
Annahme war ein von IS-Terroristen besetztes Haus:
Dieses wurde in eindrucksvoller Weise gestürmt und die „Terroristen“ unschädlich gemacht. Bei dieser Befreiungsaktion kam der hohe Ausbildungsstand der Soldaten zum  Ausdruck.

Den Abschluss des Besuches bildete ein sehr professionell gestalteter Film über eine militärische Winterübung mit internationaler Beteiligung am Truppenübungsplatz HOCHFILZEN.

Zusammengefasst eine eindrucksvolle Darbietung und Leistungsschau des Gebirgskampfzentrums von Österreich.

Abschließend möchte sich die Kameradschaft „Feldmarschall Radetzky OÖ“ bei allen Stellen, welche tatkräftig für das Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben bedanken, ebenso bei allen Teilnehmern für ihre Treue.

In der Bildergalerie können einige schöne Eindrücke der Veranstaltung angesehen werden!

Der 12. Internationale Militärwettkampf wird vom 28. Juni 2019 bis 29. Juni 2019 am Truppenübungsplatz HOCHFILZEN wieder stattfinden. Details dazu finden Sie hier.

Obst aD. Elmar Rosenauer / Vzlt Gerhard Gotsmich MBA